AUNO DOMO - Autonome Dorfmobilität

Aktueller Stand

Beim Teilnahmewettbewerb haben sich acht Dörfer des Landkreises Wolfenbüttel beworben. Alle acht Dörfer befinden sich in der nächsten Projektphase, in der sie seit Dezember 2017 Ideen entwickeln und konzeptionieren. Die Dörfer der Gemeinde Burgdorf arbeiten als Dorfverbund zusammen.

Folgende Aktivitäten haben bisher stattgefunden bzw. sind demnächst geplant:

Gemeinde Burgdorf (mit den Dörfern Berel, Burgdorf, Hohenassel, Nordassel und Westerlinde):

  • wiederkehrende Steuerungsgruppensitzungen
  • 07.12.2017: öffentlicher Workshop
  • 24.01.2018: erste Sitzung der Arbeitsgruppe "Nahziele"
  • 30.01.2018: erste Sitzung der Arbeitsgruppe "Randzeiten"

Evessen:

  • wiederkehrende Steuerungsgruppensitzungen
  • 09.01.2018: öffentlicher Workshop
  • 29.01.2018: Erste Sitzung der Arbeitsgruppe

Leinde:

  • wiederkehrende Steuerungsgruppensitzungen
  • 03.01.2018: Mobilitätsgespräche mit Senioren
  • 05.01.2018: Pizzabacken und Mobilitätsgespräche mit Jugendlichen
  • Januar 2018: Befragungen der Einwohner durch den Ortsrat

Veltheim/Ohe:

  • wiederkehrende Steuerungsgruppensitzungen

Aktuelle Infos gibt es auch auf unserer AUNO DOMO-Facebookseite.

Eine Zusammenfassung, was das Projekt AUNO DOMO beinhaltet, sowie Pressemitteilungen zu AUNO DOMO finden Sie nachfolgend.

Ziel

AUNO DOMO verfolgt das Ziel, in Dörfern eine dauerhafte „Mobilität für alle“ aufzubauen. Dazu sollen öffentliche Verkehre mit einem privaten, dorfgemeinschaftlichen Teil-, Mitnehm- und Mitbringsystem kombiniert werden. Genutzt werden dafür bereits vorhandene, jedoch un- oder untergenutzte Fahrzeug-, Beförderungs- und Transportkapazitäten aus öffentlichem, halb öffentlichem wie auch privatem Eigentum – ganz nach dem Prinzip des „Ressourcen-Sharings“.

Ablauf

Das geförderte Projekt AUNO DOMO wird beispielhaft in drei Dörfern oder Dorfverbünden des Landkreises Wolfenbüttel durchgeführt. Voraussetzung für eine erfolgreiche Umsetzung ist, dass es in den Dörfern bzw. Dorfverbünden interessierte Akteure und einen grundlegenden gesellschaftlichen Zusammenhalt gibt. Um geeignete Teilnehmer zu finden, wird ein Wettbewerb durchgeführt. Daran schließt sich eine etwa halbjährige Planungsphase an, in der die Beispieldörfer in einem von merkWATT fachlich wie kommunikativ unterstützten Prozess für das jeweilige Dorf geeignete Mobilitätsstrukturen entwickeln. Diese Maßnahmen werden über ein Jahr hinweg – ebenfalls von merkWATT begleitet – umgesetzt. Danach erfolgt eine Evaluation und Konsolidierung. Insgesamt läuft das Projekt mit den genannten vier Phasen über drei Jahre.

Ablauf des Bewerbungsverfahren
  1. Bewerbungsphase:

Die Bewerbungsphase ist seit Anfang November 2017 abgeschlossen. Alle acht Bewerber - die Dörfer Berel, Burgdorf, Evessen, Hohenassel, Leinde, Nordassel, Veltheim (Ohe) und Westerlinde - treten in die Planungsphase ein.

  1. Planungsphase:

Die AUNO DOMO-Akteure in den Dörfern erarbeiten gemeinsam – mit professioneller Unterstützung – konkrete Ideen und entwickeln ihr eigenes AUNO DOMO-System.

  1. Detailplanung und Umsetzung:

Die Gewinner des Wettbewerbs – Dörfer bzw. Dorfgemeinschaften, die eine große Umsetzungsdynamik erwarten lassen – geben ihren Plänen den letzten Schliff und setzen sie ab Sommer 2018 um. Auch dabei stehen ihnen Experten ständig zur Seite.

Nutzen

Der Nutzen für die Region ist das Vorhandensein einer ressourcenschonenden Mobilität für alle in den beteiligten Dörfern mit der Wirkung von reduziertem Kosten und Aufwänden für Mobilität bei gleichzeitigen sozialen Vorteilen. Außerdem entsteht die Möglichkeit, nach den Erfahrungen im Projekt ähnliche Systeme in weiteren Dörfern deutlich aufwandsärmer und mit reduziertem Risiko des Scheiterns aufzubauen.

In den drei durch einen Wettbewerb auszuwählenden Dörfern (oder Verbünden aus mehreren Dörfern) entsteht Nutzen je nach Entwicklung im Einzelfall vor allem durch

  • dauerhafte zusätzliche Mobilitätsangebote durch bessere Nutzung der ohnehin stattfindenden Verkehre ("Mitbringkultur", "Mitnehmkultur", "Kultur des Teilens")
  • neue Formen von Mobilitätsangeboten im Grenzbereich zwischen ÖPNV und privaten Verkehren
  • u. U. zusätzliche Einkommensmöglichkeiten am Ort durch bezahlte Dienstleistungen
  • soziale Sicherheit durch ortsspezifische Systeme direkt im Wohnort
  • Rechtssicherheit für alle Beteiligten durch organisatorischen Rahmen (z. B. Versicherungen)
  • Gewinne von Zeit und Geld
  • neue technische Möglichkeiten für Kommunikation (z. B. Apps für Information, Absprachen, ...)
  • Gewinn an Lebensqualität vor Ort (weniger Verkehrslärm und Gefahren)
  • Attraktivitätssteigerung der Dörfer für potenzielle Neubürger

Projektbeteiligte

AUNO DOMO ist das erste merkWATT-eigene Projekt, also von merkWATT ohne Auftraggeber entwickelt. Als innovative Besonderheit erfolgt der Aufbau der „Autonomen Dorfmobilitäten“  als sozialer Prozess von bürgerschaftlichem Engagement mit professioneller Unterstützung durch merkWATT sowie in enger Kooperation mit der jeweiligen Kommune, dem Landkreis Wolfenbüttel sowie dem Regionalverband Großraum Braunschweig als Träger der öffentlichen Daseinsvorsorge.  

Förderung

Das Projekt AUNO DOMO wird vom Land Niedersachsen über das Zukunftsforum Niedersachsen sowie durch den Asse Zukunftsfonds gefördert, außerdem steuert merkWATT einen Eigenanteil bei.

Im Dokumentenbereich finden Sie alle Informationen zu AUNO DOMO.

Bei Fragen beraten wir Sie gern! Wir freuen uns auf Ihren Kontakt.